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  • Winterurlaub mit dem Nachtzug: Die besten Verbindungen in Europas Skigebiete

    Winterurlaub mit dem Nachtzug: Die besten Verbindungen in Europas Skigebiete

    Abends in den Nachtzug steigen und am nächsten Morgen zwischen verschneiten Bergen aufwachen: Für einen Skiurlaub musst du nicht zwangsläufig mit dem Auto oder Flugzeug anreisen. Zahlreiche Wintersportorte in den Alpen, den Pyrenäen, Skandinavien und der Hohen Tatra lassen sich inzwischen bequem mit Nachtzügen erreichen. Manche Züge halten direkt im Skiort. Bei anderen Verbindungen steigst du am Morgen in einen Regionalzug, einen Skibus oder eine Bergbahn um. Besonders komfortabel sind saisonale Wintersportzüge, bei denen die Anschlüsse in die Skigebiete bereits auf die Ankunft des Nachtzugs abgestimmt sind.


    Themenüberblick:

    • Warum sich der Nachtzug für den Skiurlaub eignet
    • Nachhaltiger in den Winterurlaub
    • Nachtzuganbieter für Ski- und Winterreisen
    • Die besten Nachtzugziele für Skifahrer
    • Welche Verbindung eignet sich ab Deutschland?
    • Sitzwagen, Liegewagen oder Schlafwagen?
    • Ski und Snowboard im Nachtzug mitnehmen
    • Die letzte Strecke bis zur Unterkunft
    • Buchung und Reisezeit
    • Was kostet ein Skiurlaub mit dem Nachtzug?
    • Regulärer Nachtzug oder Ski-Pauschalzug?
    • Wann lohnt sich der Nachtzug besonders?
    • Ohne Auto auf die Piste

    Warum sich der Nachtzug für den Skiurlaub eignet

    Ein Skiurlaub beginnt für viele Reisende mit einer langen Autofahrt. Voll beladen geht es über Autobahnen, durch Staus und bei winterlichen Straßenverhältnissen hinauf in die Berge. Besonders an den klassischen Anreisetagen können sich die letzten Kilometer bis zum Skigebiet ziehen. Mit dem Nachtzug lässt sich dieser Teil der Reise deutlich entspannter gestalten: Du steigst am Abend ein, verbringst die Nacht an Bord und erreichst am nächsten Morgen die Alpen, die Pyrenäen oder ein Wintersportgebiet in Skandinavien.

    Der entscheidende Vorteil liegt darin, dass die Reisezeit größtenteils in die Nacht fällt. Während ein Tageszug oder eine Autofahrt einen kompletten Urlaubstag beanspruchen kann, übernimmt der Nachtzug gleichzeitig die Funktion eines Verkehrsmittels und einer Unterkunft. Im Liege- oder Schlafwagen kannst du dich ausruhen, während der Zug mehrere Hundert Kilometer zurücklegt.

    Statt frühmorgens loszufahren, kannst du häufig noch einen normalen Arbeitstag oder Nachmittag zu Hause verbringen. Nach der Abfahrt bleibt Zeit für ein Abendessen, ein Getränk oder die Vorbereitung auf den nächsten Tag. Am Morgen wachst du bereits in der Nähe deines Reiseziels auf.

    Die Anreise wird zu einem Teil des Urlaubs

    Im Nachtzug beginnt die Reise nicht erst nach der Ankunft. Schon der Abend an Bord unterscheidet sich deutlich von einer Fahrt im Auto oder einem kurzen Flug. Du musst dich nicht auf den Straßenverkehr konzentrieren, keine Pausen planen und nicht nach einem Parkplatz suchen.

    Besonders angenehm ist das bei längeren Strecken. Von Nord- oder Westdeutschland bis in die Alpen kommen schnell acht bis zwölf Stunden Reisezeit zusammen. Im Auto bedeutet das einen anstrengenden Tag hinter dem Lenkrad. Im Nachtzug kannst du einen großen Teil dieser Strecke schlafen.

    Je nach Anbieter und Verbindung stehen unterschiedliche Reiseklassen zur Verfügung. Ein Sitzplatz ist meist die günstigste Möglichkeit, bietet für eine ganze Nacht aber nur begrenzten Komfort. Im Liegewagen bekommst du eine einfache Schlafmöglichkeit, während Schlafwagenabteile mehr Ruhe und Privatsphäre bieten. Für Familien und kleine Gruppen lassen sich bei vielen Anbietern komplette Abteile reservieren.

    Wer ausgeschlafen ankommt, kann den ersten Urlaubstag besser nutzen. In manchen Orten ist es möglich, das Gepäck am Bahnhof oder in der Unterkunft abzugeben und anschließend direkt zur Talstation weiterzufahren. So wird aus dem früheren Anreisetag bereits ein zusätzlicher Skitag.

    Viele Skigebiete liegen näher an der Bahn, als man denkt

    Eine Reise mit dem Nachtzug bedeutet nicht automatisch, dass nach der Ankunft noch eine lange Busfahrt folgt. Einige bekannte Wintersportorte besitzen einen eigenen Bahnhof oder sind mit einer kurzen Anschlussfahrt erreichbar.

    Zu den besonders unkomplizierten Zielen gehören beispielsweise St. Anton am Arlberg, Kitzbühel, Zell am See, Åre, Geilo und Voss. Dort steigst du direkt im Ort aus. Unterkünfte, Skibusse und Bergbahnen liegen häufig nur wenige Gehminuten vom Bahnhof entfernt.

    Auch bei anderen Zielen funktioniert die Weiterreise ohne Auto erstaunlich gut. Von Göschenen erreichst du Andermatt mit der Matterhorn Gotthard Bahn in wenigen Minuten. Ab Bourg-Saint-Maurice führt eine Standseilbahn nach Arc 1600 im französischen Skigebiet Les Arcs. In der Hohen Tatra bringen Regional- und Zahnradbahnen Reisende von Poprad-Tatry oder Štrba in die Wintersportorte.

    Große Bahnknoten wie Innsbruck, Jenbach, Zell am See oder Moûtiers dienen zudem als Ausgangspunkt für zahlreiche Skigebiete. Von dort fahren Regionalzüge, Linienbusse oder saisonale Skibusse weiter. Entscheidend ist daher nicht nur, ob ein Nachtzug unmittelbar im Zielort hält, sondern wie gut der letzte Abschnitt der Reise organisiert ist.

    Kein Stress mit Schnee, Stau und Parkplatzsuche

    Winterliche Straßen können eine Autofahrt in die Berge anstrengend und unberechenbar machen. Schneefall, Glätte, dichter Verkehr und gesperrte Bergpässe verlängern die Reise. Hinzu kommen Vignetten, Mautgebühren, Schneeketten und die Suche nach einem geeigneten Parkplatz am Urlaubsort.

    Gerade an Samstagen, wenn in vielen Unterkünften der Gästewechsel stattfindet, bilden sich auf den Zufahrtsstraßen zu beliebten Skigebieten lange Staus. Wer mit dem Zug anreist, ist davon weitgehend unabhängig.

    Auch während des Aufenthalts wird das Auto in vielen Wintersportorten kaum benötigt. Skibusse verbinden Unterkünfte, Ortszentren und Talstationen. Manche Regionen bieten Gästen kostenlose oder vergünstigte öffentliche Verkehrsmittel an. In autofreien Orten wie Zermatt ist die Bahn ohnehin die naheliegende Form der Anreise.

    Ein weiterer Vorteil zeigt sich nach einem langen Skitag. Du musst nicht mehr mit dem Auto zur Unterkunft zurückfahren oder bei schlechter Sicht über winterliche Straßen fahren. Stattdessen kannst du den örtlichen Skibus, einen Regionalzug oder eine Bergbahn nutzen.

    Mehr Platz für Bewegung als im Flugzeug oder Auto

    Eine Ski-Ausrüstung benötigt viel Platz. Neben dem normalen Reisegepäck kommen Skier oder Snowboard, Stöcke, Helm, Skischuhe und Winterkleidung hinzu. Im Auto lässt sich das Gepäck zwar flexibel verstauen, doch der Innenraum wird bei mehreren Personen schnell eng.

    Im Nachtzug kannst du dich während der Fahrt bewegen, den Gang nutzen und dich im Abteil ausstrecken. Ski und Snowboards dürfen bei vielen Anbietern mitgenommen werden, müssen allerdings sicher verstaut werden. Manche Züge besitzen spezielle Gepäckbereiche, bei anderen bleibt die Ausrüstung im Abteil oder an dafür vorgesehenen Stellflächen.

    Wer möglichst unkompliziert reisen möchte, kann die Wintersportausrüstung auch erst am Zielort ausleihen. Viele größere Skigebiete verfügen über Verleihstationen direkt am Bahnhof, an der Talstation oder in unmittelbarer Nähe der Unterkunft. Dadurch reicht für die Fahrt häufig ein normaler Koffer oder Rucksack.

    Besonders interessant für Familien und Gruppen

    Mit Kindern kann eine lange Autofahrt schnell anstrengend werden. Im Nachtzug haben Familien mehr Bewegungsfreiheit und können ein eigenes Liege- oder Schlafwagenabteil buchen. Dort lassen sich Taschen, Spiele und Verpflegung einfacher unterbringen als an einem Flugzeugsitz.

    Für Gruppen bietet der Nachtzug ebenfalls Vorteile. Die gemeinsame Reise beginnt bereits am Abend, ohne dass jemand fahren muss. Nach der Ankunft kann die Gruppe gemeinsam in den Regionalzug oder Skibus umsteigen.

    Dabei sollte allerdings frühzeitig gebucht werden. Zusammenhängende Plätze und private Abteile sind an Ferienwochenenden besonders gefragt. Das gilt vor allem für Weihnachten, Neujahr, Fasching und die Schulferien im Februar.

    Der Nachtzug lohnt sich vor allem auf längeren Strecken

    Nicht jede Anreise ins Skigebiet muss über Nacht erfolgen. Von München, Stuttgart oder Nürnberg sind viele Ziele in Österreich, der Schweiz oder Südtirol auch mit Tageszügen gut erreichbar. Bei kürzeren Strecken kann eine Nachtzugfahrt unnötig kompliziert sein oder zu ungewöhnlichen Ankunftszeiten führen.

    Seine Stärken spielt der Nachtzug vor allem bei längeren Verbindungen aus. Reisende aus Hamburg, Berlin, Köln, Amsterdam, Brüssel, Paris oder Stockholm können große Entfernungen zurücklegen, ohne dafür einen kompletten Tag einplanen zu müssen.

    Besonders sinnvoll ist die Verbindung, wenn der Zug am Abend zwischen etwa 19 und 23 Uhr abfährt und am nächsten Morgen zwischen 7 und 10 Uhr ankommt. Zu frühe Ankünfte können problematisch sein, weil Unterkünfte, Skiverleihe oder Anschlussbusse noch geschlossen sind. Eine späte Ankunft kostet dagegen einen Teil des ersten Urlaubstags.

    Neben der reinen Fahrzeit solltest du deshalb immer die gesamte Reisekette betrachten: Wie erreichst du den Abfahrtsbahnhof? Wie viel Zeit bleibt beim Umstieg? Wann fährt der erste Skibus? Kannst du das Gepäck am Ziel unterstellen? Erst wenn diese Punkte zusammenpassen, wird der Nachtzug zu einer wirklich komfortablen Alternative.

    Entspannt ankommen statt erschöpft starten

    Ein Nachtzug macht die Anreise nicht automatisch luxuriös. Auch im Schlafwagen können Fahrgeräusche, Zwischenhalte oder Rangierbewegungen den Schlaf unterbrechen. Die Wagen unterscheiden sich je nach Anbieter deutlich, und günstige Sitzplätze sind für eine erholsame Nacht nur eingeschränkt geeignet.

    Trotzdem bietet die Bahn für viele Skiurlauber einen entscheidenden Vorteil: Niemand muss die gesamte Strecke fahren. Du erreichst dein Ziel nicht nach stundenlangem Verkehr, sondern kannst den Morgen bereits für die Weiterfahrt ins Skigebiet nutzen.

    Damit wird der Nachtzug vor allem auf längeren Strecken zu einer echten Alternative zu Auto und Flugzeug. Er verbindet eine vergleichsweise entspannte Reise mit einer frühen Ankunft und erschließt zahlreiche Wintersportorte, die sich auch vor Ort gut ohne eigenes Auto erkunden lassen.


    Nachhaltiger in den Winterurlaub

    Die An- und Abreise verursacht bei einem Skiurlaub häufig einen erheblichen Teil der gesamten Klimawirkung. Besonders Flugreisen und lange Autofahrten fallen dabei stark ins Gewicht.

    Der Nachtzug kann den CO2-Ausstoß der Anreise deutlich reduzieren. Das gilt vor allem dann, wenn du alleine oder zu zweit unterwegs bist und eine lange Strecke zurücklegen möchtest. Ein voll besetztes Auto kann ebenfalls vergleichsweise effizient sein, erreicht aber meist nicht die Klimabilanz einer gut ausgelasteten elektrischen Bahnverbindung.

    Ein Skiurlaub wird durch die Bahnanreise allerdings nicht automatisch nachhaltig. Auch die Unterkunft, künstliche Beschneiung, Liftanlagen, Verpflegung und die Schneesicherheit des gewählten Skigebiets spielen eine Rolle.

    Trotzdem ist die Anreise einer der Bereiche, den du selbst besonders einfach beeinflussen kannst.


    Nachtzuganbieter für Ski- und Winterreisen

    In Europa gibt es sowohl reguläre Nachtzüge als auch saisonale Wintersportzüge. Nicht jeder Anbieter fährt direkt bis in ein Skigebiet. Häufig dienen größere Bahnhöfe als Ausgangspunkt für die Weiterfahrt.

    ÖBB Nightjet

    Der Nightjet der Österreichischen Bundesbahnen ist das wichtigste Nachtzugangebot für Reisen in die Alpen. Verbindungen bestehen unter anderem von Hamburg und Amsterdam nach Innsbruck sowie von Wien durch Tirol und Vorarlberg.

    Über Innsbruck lassen sich zahlreiche Skigebiete erreichen, darunter:

    • Stubaital
    • Seefeld
    • Kühtai
    • Sölden
    • Obergurgl
    • Ischgl
    • Zillertal
    • St. Anton am Arlberg

    Besonders bequem ist die Nachtzugverbindung nach St. Anton. Der Bahnhof liegt direkt im Wintersportort und nur wenige Gehminuten von den Bergbahnen und vielen Unterkünften entfernt.

    Über Langen am Arlberg erreichst du mit dem Bus außerdem Lech und Zürs. Bludenz und Feldkirch eignen sich als Umsteigebahnhöfe für Skigebiete in Vorarlberg.

    Snälltåget nach Österreich

    Der schwedische Anbieter Snälltåget betreibt in der Wintersaison einen Nachtzug von Malmö über Kopenhagen und Hamburg nach Österreich.

    Zu den österreichischen Halten gehören je nach Fahrplan:

    • St. Johann im Pongau,
    • Zell am See,
    • St. Johann in Tirol,
    • Kitzbühel,
    • Jenbach,
    • Innsbruck.

    Zell am See und Kitzbühel gehören zu den besten Zielen dieser Verbindung, da du direkt im Skiort aussteigen kannst.

    Ab den anderen Bahnhöfen bestehen Weiterfahrten und teilweise abgestimmte Transfers:

    • St. Johann im Pongau nach Wagrain, Obertauern oder Bad Gastein,
    • Zell am See nach Saalbach-Hinterglemm,
    • Jenbach ins Zillertal und nach Mayrhofen,
    • Innsbruck nach Sölden, Obergurgl, Ischgl oder St. Anton.

    Neben einzelnen Zugtickets werden über Reiseveranstalter teilweise auch Pakete mit Transfer, Unterkunft und Skipass angeboten.

    European Sleeper in die Schweizer Alpen

    European Sleeper erweitert sein Nachtzugnetz um eine Verbindung von Brüssel über Aachen und Köln durch die Schweiz bis Como und Mailand.

    Für Wintersportler sind vor allem die Halte Arth-Goldau und Göschenen interessant. Der Zug fährt dabei nicht direkt bis zur Skipiste. Die Weiterreise ist aber kurz und vollständig mit öffentlichen Verkehrsmitteln möglich.

    Von Arth-Goldau auf die Rigi

    In Arth-Goldau kannst du in die traditionsreiche Zahnradbahn der Rigi Bahnen umsteigen. Sie fährt hinauf nach Rigi Staffel und Rigi Kulm.

    Die Rigi wird häufig als Königin der Berge bezeichnet und eignet sich vor allem für einen entspannten Winterausflug.

    Auf der Rigi gibt es mehrere kleinere Skibereiche, Winterwanderwege, Rodelstrecken und Aussichtspunkte mit Blick auf die umliegenden Seen und Alpen.

    Da die Rigi niedriger liegt als viele große Skigebiete, hängt der Wintersportbetrieb stärker von der aktuellen Schnee- und Wetterlage ab.

    Von Göschenen nach Andermatt

    Göschenen ist der bessere Ausstieg für einen klassischen Skiurlaub. Vom Bahnhof fährt die Matterhorn Gotthard Bahn in etwa zehn Minuten durch die Schöllenenschlucht nach Andermatt.

    Direkt am Bahnhof Andermatt startet der Gütsch-Express ins Skigebiet. Außerdem befinden sich dort Skiverleih, Sportgeschäft und Gepäckschließfächer.

    Andermatt–Sedrun–Disentis bietet rund 180 Kilometer Pisten und reicht bis in Höhen von knapp 3.000 Metern. Das Gebiet umfasst mehrere unterschiedliche Bereiche:

    • Nätschen und Gütsch mit breiten Pisten und Familienangeboten,
    • Gemsstock mit anspruchsvolleren Abfahrten und Freeride-Möglichkeiten,
    • Sedrun und Disentis mit weiteren Pisten und Bahnverbindungen.

    Der European Sleeper ist kein spezieller Ski-Pauschalzug. Nachtzug, schweizerische Anschlussbahn, Unterkunft und Skipass müssen separat gebucht werden. Ski und Snowboards dürfen grundsätzlich mitgenommen werden, es gibt jedoch kein garantiertes großes Skiabteil.

    Travelski Night Express nach Frankreich

    Der Travelski Night Express ist ein saisonaler Ski-Nachtzug in die französischen Alpen.

    Er verbindet Paris sowie nach aktueller Planung auch Amsterdam, Rotterdam, Antwerpen und Brüssel mit den Bahnhöfen:

    • Moûtiers
    • Aime-la-Plagne
    • Bourg-Saint-Maurice

    Von dort geht es weiter in einige der bekanntesten Skigebiete Frankreichs.

    Ab Moûtiers erreichst du unter anderem:

    • Courchevel
    • Méribel
    • Les Menuires
    • Val Thorens
    • Brides-les-Bains
    • Valmorel

    Ab Aime-la-Plagne bestehen Transfers in die verschiedenen Orte von La Plagne.

    Bourg-Saint-Maurice ist der Ausgangspunkt für:

    • Les Arcs
    • Tignes
    • Val d’Isère
    • Sainte-Foy-Tarentaise
    • La Rosière

    Besonders unkompliziert ist die Weiterfahrt nach Les Arcs. Eine Standseilbahn verbindet den Bahnhof Bourg-Saint-Maurice in wenigen Minuten mit Arc 1600.

    Travelski verkauft neben reinen Zugtickets auch Reisepakete, in denen je nach Angebot Unterkunft, Transfer und Skipass enthalten sein können.

    SNCF-Nachtzüge in die französischen Alpen und Pyrenäen

    Die französische Staatsbahn SNCF betreibt Nachtzüge von Paris nach Briançon und in die Pyrenäen.

    Der Nachtzug nach Briançon eignet sich für Reisen in die südlichen französischen Alpen. Von dort erreichst du unter anderem:

    • Serre Chevalier
    • Chantemerle
    • Villeneuve-la-Salle
    • Le Monêtier-les-Bains
    • Montgenèvre

    Ein weiteres attraktives Ziel ist Ax-les-Thermes in den Pyrenäen. Der Nachtzug hält direkt im Ort. Von dort führt eine Gondel zum Skigebiet Ax 3 Domaines.

    Damit gehört Ax-les-Thermes zu den wenigen Wintersportzielen, bei denen Nachtzug, Unterkunft, Ortszentrum und Bergbahn eng miteinander verbunden sind.

    SJ und Snälltåget nach Åre

    Åre ist eines der bekanntesten Skigebiete Schwedens und direkt mit Nachtzügen erreichbar.

    Die schwedische Staatsbahn SJ verbindet Stockholm über Nacht mit Östersund, Åre und Duved. Auch Snälltåget fährt während der Wintersaison von Malmö über Stockholm in die Region Jämtland.

    Mögliche Halte sind:

    • Östersund
    • Undersåker
    • Åre
    • Duved
    • Enafors
    • Storlien

    Åre besitzt einen Bahnhof mitten im Ort. Unterkünfte, Restaurants und Skibusse sind von dort schnell erreichbar. Die Verbindung eignet sich besonders gut für längere Winterreisen durch Schweden oder für Reisende, die einen Skiurlaub mit einer Städtereise nach Stockholm verbinden möchten.

    Nachtzüge nach Finnisch-Lappland

    Die finnische Bahn VR betreibt Nachtzüge von Helsinki und weiteren Städten im Süden nach:

    • Rovaniemi
    • Kemijärvi
    • Kolari

    Von den Bahnhöfen fahren Busse weiter in verschiedene Skigebiete Lapplands.

    Ab Kolari erreichst du Ylläs und Levi. Von Rovaniemi und Kemijärvi bestehen Verbindungen nach Pyhä, Luosto und in weitere Wintersportorte.

    Die finnischen Nachtzüge verfügen über Schlafkabinen, teilweise auch mit eigener Dusche. Aufgrund der großen Entfernungen eignet sich Lappland vor allem für einen längeren Winterurlaub und weniger für ein kurzes Skiwochenende.

    Mit der Bergenbahn nach Geilo und Voss

    Die norwegische Bergenbahn verbindet Oslo und Bergen und fährt auch über Nacht.

    Direkt an der Strecke liegen zwei bekannte Wintersportorte:

    • Geilo
    • Voss

    In beiden Orten befindet sich der Bahnhof zentral. Von dort erreichst du die Skigebiete mit örtlichen Bussen, Transfers oder kurzen Wegen.

    Auch Hemsedal ist über die Bergenbahn erreichbar. Dafür steigst du in Gol aus und fährst mit einem Bus oder Shuttle weiter.

    Die Strecke gehört zu den landschaftlich beeindruckendsten Bahnverbindungen Europas. Wer tagsüber fährt, erlebt Hochplateaus, verschneite Täler und weite Berglandschaften.

    EuroNight in die Hohe Tatra

    Von Prag fahren Nachtzüge in die Slowakei. Wichtige Bahnhöfe für die Hohe Tatra sind:

    • Poprad-Tatry
    • Štrba

    Ab Poprad-Tatry führt die elektrische Tatrabahn nach Starý Smokovec und Tatranská Lomnica. In Štrba kannst du in die Zahnradbahn nach Štrbské Pleso umsteigen.

    Die Hohe Tatra verfügt über ein gut ausgebautes regionales Bahnnetz. Dadurch lassen sich mehrere Ferienorte und Skigebiete ohne Auto erreichen.

    Caledonian Sleeper nach Schottland

    Der Caledonian Sleeper verbindet London mit Aviemore und Fort William.

    Aviemore ist der wichtigste Ausgangsort für das Cairngorm-Mountain-Skigebiet. Von Fort William geht es weiter zur Nevis Range.

    Die schottischen Skigebiete sind allerdings stärker von kurzfristigen Schnee-, Wind- und Wetterbedingungen abhängig als die großen Skiregionen der Alpen. Eine flexible Planung ist deshalb besonders wichtig.


    Die besten Nachtzugziele für Skifahrer

    Nicht jede Verbindung ist gleich komfortabel. Besonders attraktiv sind Ziele, bei denen der Bahnhof direkt im Ort liegt oder nur noch eine kurze Weiterfahrt notwendig ist.

    Direkt oder nahezu direkt erreichbar

    Zu den besten Verbindungen gehören:

    • St. Anton am Arlberg mit dem Nightjet
    • Zell am See mit Snälltåget
    • Kitzbühel mit Snälltåget
    • Åre mit SJ oder Snälltåget
    • Geilo mit der Bergenbahn
    • Voss mit der Bergenbahn
    • Ax-les-Thermes mit dem SNCF-Nachtzug
    • Bourg-Saint-Maurice mit Weiterfahrt per Standseilbahn nach Les Arcs
    • Göschenen mit kurzer Bahnverbindung nach Andermatt
    • Štrba mit Zahnradbahn nach Štrbské Pleso

    Gute Ziele mit einem zusätzlichen Transfer

    Auch diese Verbindungen lassen sich sinnvoll planen:

    • Innsbruck nach Sölden, Obergurgl, Ischgl oder ins Stubaital
    • Zell am See nach Saalbach-Hinterglemm
    • Jenbach ins Zillertal
    • St. Johann im Pongau nach Wagrain oder Obertauern
    • Moûtiers nach Courchevel, Méribel oder Val Thorens
    • Bourg-Saint-Maurice nach Tignes oder Val d’Isère
    • Briançon nach Serre Chevalier oder Montgenèvre
    • Kolari nach Ylläs oder Levi
    • Gol nach Hemsedal
    • Poprad-Tatry nach Tatranská Lomnica

    Welche Verbindung eignet sich ab Deutschland?

    Ab Norddeutschland

    Für Reisende aus Hamburg und Norddeutschland sind besonders interessant:

    • Nightjet nach Innsbruck
    • Snälltåget nach Zell am See, Kitzbühel, Jenbach und Innsbruck
    • Nightjet nach Basel oder Zürich mit Weiterfahrt in die Schweizer Alpen
    • Snälltåget über Stockholm nach Åre

    Ab Westdeutschland

    Von Köln, Aachen und dem Rheinland bieten sich an:

    • European Sleeper nach Arth-Goldau oder Göschenen
    • Weiterreise über Brüssel mit Travelski in die französischen Alpen
    • Tageszug nach Paris und Nachtzug nach Briançon oder Ax-les-Thermes
    • Nightjet-Verbindungen ab gut erreichbaren Einstiegsbahnhöfen

    Ab Süddeutschland

    Von Süddeutschland sind viele Alpenorte bereits tagsüber schnell erreichbar. Ein Nachtzug kann trotzdem sinnvoll sein, wenn du nach der Arbeit losfahren möchtest, eine lange Autofahrt vermeiden willst, nach Frankreich oder Skandinavien reist, früh am Morgen im Skigebiet ankommen möchtest, eine zusätzliche Hotelübernachtung sparen willst.


    Sitzwagen, Liegewagen oder Schlafwagen?

    Nachtzüge bieten je nach Anbieter unterschiedliche Komfortklassen.

    Sitzwagen

    Ein Sitzplatz ist die günstigste Option. Für eine anschließende Skitour ist er jedoch nur bedingt geeignet. Eine erholsame Nacht ist in einem normalen Sitzabteil nicht garantiert.

    Liegewagen

    Der Liegewagen bietet ein gutes Verhältnis aus Preis und Komfort. Die Abteile besitzen meist vier oder sechs Liegeplätze. Bettwäsche, Decke und Kissen sind häufig enthalten.

    Für Familien oder Gruppen kann ein privates Liegewagenabteil besonders praktisch sein.

    Schlafwagen

    Der Schlafwagen bietet die bequemste Reise. Abteile können je nach Zug als Einzel-, Doppel- oder Dreierabteil gebucht werden. Manche verfügen über ein eigenes Waschbecken, eine Dusche oder ein WC.

    Gerade vor dem ersten Skitag kann sich der Aufpreis lohnen. Wer ausgeschlafen ankommt, kann den Anreisetag besser nutzen.


    Ski und Snowboard im Nachtzug mitnehmen

    Die Regeln für Wintersportausrüstung unterscheiden sich je nach Anbieter.

    Bei vielen Nachtzügen dürfen Ski und Snowboards mitgenommen werden. Sie müssen jedoch sicher verstaut werden und dürfen keine Türen, Gänge oder Notausgänge blockieren.

    Vor der Buchung solltest du prüfen:

    • Muss die Ausrüstung angemeldet werden?
    • Ist eine Reservierung erforderlich?
    • Gibt es ein Gepäck- oder Skiabteil?
    • Fallen zusätzliche Gebühren an?
    • Wie viel Platz ist im gebuchten Abteil vorhanden?
    • Muss die Ausrüstung in einer Tasche verpackt werden?

    In stark ausgelasteten Zügen kann ein privates Abteil praktischer sein. Alternativ bieten viele Skigebiete Leihski direkt am Bahnhof oder an der Talstation an. Das erleichtert die Anreise erheblich.


    Die letzte Strecke bis zur Unterkunft

    Der Nachtzug allein entscheidet noch nicht darüber, ob die Reise bequem ist. Wichtig ist die gesamte Verbindung von deiner Haustür bis zur Unterkunft.

    Prüfe deshalb vor der Buchung:

    • Wie weit liegt der Bahnhof vom Skigebiet entfernt?
    • Fährt am Morgen bereits ein Regionalzug oder Skibus?
    • Ist genügend Umsteigezeit eingeplant?
    • Kann der Anschluss gemeinsam mit dem Nachtzug gebucht werden?
    • Was passiert bei einer Verspätung?
    • Gibt es am Bahnhof Gepäckschließfächer?
    • Ist am Anreisetag ein früher Check-in möglich?
    • Kannst du deine Ski direkt am Ziel ausleihen?

    Besonders angenehm sind Orte, in denen du dein Gepäck am Bahnhof unterstellen und direkt zur Bergbahn weitergehen kannst.


    Buchung und Reisezeit

    Nachtzugtickets werden häufig mehrere Monate im Voraus freigeschaltet. Die günstigsten Kontingente und privaten Schlafabteile sind an Ferienwochenenden schnell ausgebucht.

    Früh buchen solltest du besonders für:

    • Weihnachten und Neujahr,
    • Winterferien,
    • Fasching und Karneval,
    • Wochenenden im Februar,
    • private Schlaf- und Liegewagenabteile,
    • saisonale Ski-Nachtzüge mit nur wenigen Verkehrstagen.

    Fahrpläne können sich zum europäischen Fahrplanwechsel im Dezember ändern. Auch saisonale Transfers und Skibusse werden teilweise erst wenige Wochen oder Monate vor Beginn der Wintersaison veröffentlicht.

    Bei getrennt gebuchten Tickets solltest du genügend Zeit für den Umstieg einplanen. Verpasst du einen separat gebuchten Anschluss, besteht nicht immer automatisch Anspruch auf eine spätere Beförderung.


    Was kostet ein Skiurlaub mit dem Nachtzug?

    Die Preise hängen stark von Anbieter, Strecke, Reisetag und Komfortklasse ab.

    Ein Sitzplatz kann ähnlich günstig wie eine Fernbusreise sein. Liege- und Schlafwagen werden mit zunehmender Auslastung deutlich teurer. Besonders private Abteile können an beliebten Wochenenden mehrere hundert Euro kosten.

    Bei einem fairen Vergleich solltest du nicht nur den Fahrpreis betrachten. Bei einer Autofahrt kommen häufig hinzu: Kraftstoff, Maut, Vignette, Parkplatz, Verschleiß, mögliche Zwischenübernachtung…

    Beim Nachtzug ersetzt der Schlafplatz außerdem eine Übernachtung und kann dir einen zusätzlichen Urlaubstag ermöglichen.


    Regulärer Nachtzug oder Ski-Pauschalzug?

    Beide Varianten haben Vorteile.

    Reguläre Nachtzüge

    Reguläre Nachtzüge wie Nightjet, European Sleeper, SJ oder VR bieten mehr Reisetermine und lassen sich flexibel mit verschiedenen Unterkünften kombinieren.

    Allerdings musst du Anschlussfahrt, Unterkunft und Skipass normalerweise selbst organisieren.

    Saisonale Ski-Nachtzüge

    Angebote wie Snälltåget nach Österreich oder der Travelski Night Express sind stärker auf Wintersport ausgerichtet.

    Mögliche Vorteile sind:

    • direkte Halte in Skiorten,
    • abgestimmte Transfers,
    • Paketangebote mit Unterkunft und Skipass,
    • erleichterte Mitnahme von Wintersportausrüstung.

    Dafür fahren solche Züge oft nur an bestimmten Wochentagen und während eines begrenzten Zeitraums.


    Wann lohnt sich der Nachtzug besonders?

    Ein Skiurlaub mit dem Nachtzug eignet sich vor allem, wenn:

    • die Strecke länger als mehrere hundert Kilometer ist,
    • du alleine oder zu zweit reist,
    • der Zielbahnhof direkt im Skiort liegt,
    • höchstens ein weiterer Umstieg notwendig ist,
    • du eine Nachtfahrt auf winterlichen Straßen vermeiden möchtest,
    • du dein Auto am Urlaubsort nicht benötigst,
    • am Ziel ein guter Skibus- oder Bahnverkehr besteht.

    Weniger geeignet ist die Nachtzugreise, wenn das Skigebiet nur mit mehreren schlecht abgestimmten Bussen erreichbar ist oder du sehr viel zusätzliche Ausrüstung transportieren möchtest.


    Ohne Auto auf die Piste

    Europa besitzt bereits zahlreiche gute Nachtzugverbindungen für Winterreisen. Besonders komfortabel sind Ziele wie St. Anton, Zell am See, Kitzbühel, Åre, Geilo, Ax-les-Thermes und Andermatt.

    Die größte Auswahl bietet Österreich mit dem Nightjet und saisonalen Wintersportzügen. Frankreich punktet mit direkten Nachtzügen in die Alpen und Pyrenäen. In der Schweiz schafft European Sleeper neue Möglichkeiten über Arth-Goldau und Göschenen. Skandinavien bietet besonders lange, aber komfortable Nachtzugreisen bis weit in den Norden.

    Entscheidend ist nicht nur der Nachtzug selbst. Erst ein gut abgestimmter Regionalzug, Skibus oder Bergbahnanschluss macht aus einer Bahnreise eine überzeugende Alternative zum Auto.

    Wenn die gesamte Verbindung stimmt, beginnt der Skiurlaub nicht erst an der Talstation, sondern bereits am Abend im Nachtzug.